Förderung der phonologischen Bewusstheit durch unsere Förderlehrerin Frau Pfeffer

Phonologische Bewusstheit ist nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen eine wesentliche Voraussetzung für den sicheren Schriftspracherwerb. Frühzeitiges Training kann entscheidend dazu beitragen, einer Leserechtschreibschwäche oder Legasthenie vorzubeugen.
Im deutschsprachigen Raum unterscheidet man:
phonologische Bewusstheit im weiteren Sinn
- sie bezieht sich auf größere Einheiten der gesprochenen Sprache, wie etwa Reime oder Silben
- von phonologischer Bewusstheit im engeren Sinn, die den bewussten Umgang mit den kleinsten Einheiten der gesprochenen Sprache, den Phonemen, verlangt.

 

 

 

In jeder Gruppe
üben 5 – 6 Kinder.

 

 


Zielsetzung des Trainingsprogramms ist die Unterstützung der Entwicklung der phonologischen Bewusstheit im engeren Sinn. Es beginnt etwa ein halbes Jahr vor Schulbeginn im Kindergarten und wird nach sorgfältiger Ermittlung des Kenntnisstandes in der Grundschule fortgeführt.

Übungsprinzip: konzentriertes Zuhören

Das Training dauert zwei Mal wöchentlich
etwa 10 – 15 Minuten.

    Die Kinder sollen im Einzelnen
  • erfahren, dass Sprache etwas ist, auf das man hören und lauschen muss
  • die Bedeutung deutlichen Artikulierens für das Verstandenwerden erleben
  • Parallelen in der Lautstruktur als sprachliches Prinzip entdecken
  • lernen, dass gesprochene Sätze sich in kleinere Einheiten (Wörter) zerlegen lassen
  • durch Klatschen, rhythmisches Sprechen und Bewegungen die akustische Einheit von Silben wahrnehmen
  • Anlaute identifizieren
  • sich auf Laute innerhalb des Wortes konzentrieren und die Lautgrenze akustisch wahrnehmen

Durch welchen Laut unterscheiden sich die
Wörter „Hund“ und „Hand“?

Literatur:
Petra Küspert/Wolfgang Schneider
Hören, lauschen,lernen Würzburger Trainingsprogramm zur Vorbereitung auf den Schriftspracherwerb
Maria Forster/Sabine Martschinke
Leichter lesen und schreiben lernen mit der Hexe Susi
     

Text Erika Pfeffer

Gestaltung

K.Seefeld