Die Abschlussfeier am 19.Juli 2000

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Am Anfang stand eine klassische Polonaise, am Ende ein selbstgedichteter Schul-rap. Diesen großen Bogen spannten am vergangenen Mittwoch (19.Juli 2000) die Entlassschüler der VS Thalmässing. Begonnen wurde der Abend aber mit einer ökumenischen Andacht, die unter dem Motto "Unterwegs" stand.
Musikalisch umrahmt wurde sie vom Gospelchor Eysölden und der Musikgruppe der 9a und 9b.
Zu ihrer Verabschiedung hatten die beiden Klassen ein buntes, abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm zusammengestellt. Es begann mit einer Polonaise, die schon erkennen ließ, dass der absolvierte Tanzkurs deutliche Spuren hinterlassen hat.
In seiner Entlassrede malte der Schulleiter Otto Böhm ein eher düsteres Bild von der Lage am Arbeitsmarkt und stellte fest, dass die heutige Arbeitswelt einen häufigeren Wechsel der Tätigkeit und selbst des Berufes verlange.
Diesem eher pessimistischen Ausblick wollte der Elternbeiratsvorsitzende Martin Koch nicht zustimmen und stellte ein deutlich positiveres Szenario dagegen. Gerade die Verschlankung von Firmen und die Auslagerung von Arbeiten führe dazu, dass der Mittelstand Arbeitsplätze schaffen kann und deshalb den hoch motivierten, gut ausgebildeten und weiterbildungswilligen Facharbeiter braucht. Und das sei die große Chance für unsere Entlassschüler.
Unter der Leitung von Tanzlehrer Stude zeigten die Neuntklässer Ausschnitte ihres Könnens aus dem Tanzkurs.
Besonders der Jive und der Discofox sorgten dabei für Stimmung in der Thalmässinger Aula.
Auch Bürgermeister Schuster hatte es sich nicht nehmen lassen, an diesem Abend seine jungen Gemeindebürger mit guten Wünschen aus der Schule mit zu verabschieden.
Aufgelockert wurden diese Wortbeiträge durch zwei Klavierstücke, die Samuel Peipp gekonnt spielerisch vortrug.
Die beiden Klassleiter, Gert Schmidt und 0ttmar Misoph waren bei der Zeugnisübergabe stolz auf ihre Schülerinnen und Schüler, zumal die erzielten Ergebnisse überaus erfreulich waren. Als Jahrgangsbester, mit einem Notendurchschnitt von 1,66 wurde Rainer Brickel, als Zweitbeste mit Jeweils 1,83 wurden Johannes Mailinger und Patrick Schuster ausgezeichnet.
Die beiden Schulsprecherinnen Lena Knoll und Michaela Schuster griffen bei ihrer Abschlussrede zu einem ungewöhnlichen Stilmittel: sie ließen, zu aller Überraschung, die Anwesenden mithören wie sie ihre Rede planen. Dass dabei viele Dinge angesprochen wurden, die zu Schmunzeln, Lachen und Nachdenken anregten und bei einer offiziellen Rede eben nicht gesagt werden können, versteht sich von selbst.
Die aktuellen Schulnachrichten, vorgetragen von Samuel Peipp und Rainer Brickel, warfen Schlaglichter auf so manche Marotte und liebenswerte Eigenschaft der Lehrer.
Den schwungvollen Abschluss bildete dann ein selbstgedichteter Schulrap, in dem das leidvolle Leben eines Schülers stilgerecht und lautstark vorgetragen wurde. Reicher Applaus war der verdiente Lohn.
Auch an diesem Abend und dem anschließenden ebenfalls selbstorganisierten kalten Büffet haben die Schülerinnen und Schüler dieses Jahrgangs gezeigt, wie eigenverantwortlich und selbstständig sie sind. Wenn das keine guten Startbedingungen für das Berufsleben sind.
Schon einige Tage vorher hatten sich die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrkräften Gert Schmidt und Ottmar Misoph auch an die Erstellung einer umfangreiche Abschlusszeitung gewagt - hier das Cover
Text: Kontrektor Ottmar Misoph
Fotos und Gestaltung: Karlheinz Seefeld