7a und 8a in Oberwiesenthal

Am Mittwoch, den 12. Juli 2000, ging es auf Tour. Um 8 Uhr regnete es noch nicht, doch beim Verstauen des Gepäcks um 8.15 Uhr fing es bereits leicht zu nieseln an. Das störte uns aber keineswegs, denn wir saßen ja trocken im Bus, den unser Fahrer Alois aus der Oberpfalz zielsicher über Nürnberg und Hof nach Sachsen steuerte. Bei Zwickau verließen wir die Autobahn, natürlich nach diversen Pausen - wozu wisst Ihr sicher - und erreichten unser Reiseziel Oberwiesenthal - direkt an der Grenze zur tschechischen Republik. Die Türen des Busses öffneten sich und der Himmel, der sich bis dahin recht bedeckt gehalten hatte, riss auf und die Sonne kam heraus.

So bezogen wir unser Quartier - den Eschenhof. Eine ganz alleine im Wald gelegene Gastwirtschaft mit Übernachtungsmöglichkeit. Früher war das ein Gästehaus des Verteidigungsministeriums der DDR und militärisches Sperrgebiet. A-ber wir wohnten dort, wo auch schon Ulbricht gewohnt hatte! Sind wir nicht prominent? Andere Gäste außer uns gab es keine und das war auch gut so. Am ersten Nachmittag machten wir einen Ausflug in den Ort, vorbei am Bundesleis-tungszentrum für den nordischen Skisport und einigen schwitzenden Nachwuchsathleten. Wir ließen sie laufen, denn wir hatten gegen die sowieso keine Chance. Wir (7a) kamen allerdings nicht an der 550 m langen Sommerrodelbahn vorbei, denn dort wurde uns angeboten, die ersten Thalmässinger Rodelmeister-schaften mit elektronischer Zeitmessung, Fernsehaufzeichnung und perfekter Sprecheransage durchzuführen. Sieger wurde auch jemand in der Zeit von 49,126sec . Man beachte, die Messung in tausendstel Sekunden - wie beim HackI Schorsch.

Die 8. Klasse hatte natürlich besseres vor und ging auf den "Tschechenmarkt" im benachbarten Bozi Dar (Gottesgab), um dort die Preise gründlich zu vermiesen.So wechselte Shirts und Uhren für wenig Geld den Besitzer. Sieger waren natürlich immer wir!

Der Abend war der Unterhaltung - Stadt, Land, Fluss ... - vorbehalten, die Nacht war zum Ratschen da - bis etwa 3 Uhr!

Der Donnerstag war ganz der Natur und dem Wandern gewidmet. Nachdem wir mit der Seilbahn den Fichtelberg (1215 m) nach großen Mühen erklommen hatten, wanderten wir um dessen Gipfel herum und kamen über den kleinen Fichtel-berg, zu einem tollen Spielplatz an der Sachsenbaude und vorbei am Skistadion an den Grenzübergang, bei dem wir tschechisches Gebiet betreten durften und uns das Wetter in Deutschland endlich einmal von außen ansehen konnten. Weiter ging es über einen Naturlehrpfad und durch ein wildromantisches Tal mit einem kleinen Grenzbach zurück nach Oberwiesenthal, wo einige leider wieder nicht an der Sommerrodelbahn vorbeigekommen sind. Die kannten uns aber schon und es gab Ermäßigung. Nebenbei hat sich die 8. Klasse trotz Wanderkarte leicht verlaufen!

Am Abend fand dann ein Highiight - die hauseigene Disco - bis um 22.30 Uhr. statt. Dann ging es "ohne Probleme" sofort ins Bett.

Am Freitag in der Früh gingen wir noch einmal in den Ort, um Proviant für die Reise zu besorgen. Leider nieselte es leicht! Um 12 Uhr kam der Bus und Alois und wir mussten uns verabschieden. Nach kurzem Umweg über Annaberg, da mussten wir noch eine Kranke aus dem Klinikum befreien, ging es zurück nach Thalmässing, wo wir kurz vor 18 Uhr ankamen.

Fazit: Sollte man wiederholen!


Text: Ch.Pusch
Gestaltung : K.Seefeld