Die Klasse 9b auf Borkum

Moin, moin
Für einen Franken sind das ganz ungewohnte Worte. Aber nicht nur die Sprache war für die 9b ungewöhnlich, sondern vieles, was man auf Borkum gesehen, gerochen, gespürt hat, war zunächst fremd.
Nach langer, langer Zugfahrt kam man endlich in Emden an und roch zum ersten Mal das, wovon so viele schwärmen: die Nordsee. Bei heftigem Wind setzten wir mit der Fähre nach Borkum über und bezogen unser Quartier in der dortigen Jugendherberge (der mit 530 Betten größten in Europa, auf dem Gelände der ehemaligen Marinekaserne). Nun spürte man sie: die salzhaltige Borkumluft.
Obwohl in dieser Woche vom 12. bis 17. Juli ganz Deutschland unter einem Regenband litt, hatten wir dort oben Glück. Immer wenn wir morgens aufbrachen, hörte der Regen auf und die Sonne kam heraus. So konnten wir auch das gesamte Programm -zu mindest unbeschadet vom Wetter realisieren. Vom Strandspaziergang und Sturz in die Fluten bei "freundlichen" 15 Wassertemperatur, bis zur Wattwanderung. Von einer gut geführten Inselwanderung über das Besteigen des Leuchtturmes. Eine Fahrradtour an das Ostland mit herrlichen Dünen und dem vielgerühmten weißen, feinen Borkumsand (er ist wirklich außergewöhnlich) mit erneutem Badegang im wellenreichen Meer. Von einer Krabbenkutterfahrt und dem Besuch der Seehundbänke, dem Besuch des größten Meerwasserwellenbades Europas, bis hin zum Kinobesuch, Discoabend und Cartfahren..... Alles wurde geboten!
Obwohl die Tage anstrengend und voller Programm waren, schliefen viele von uns trotzdem in der Nacht nur wenig. Die Heimfahrt begann um 7.50 Uhr auf der Fähre und endete um 18.05 Uhr am Bahnhof in Roth. Nur schade, dass diese Abschlussfahrt am Ende noch einen fahlen Beigeschmack erhalten hat, den einige Schüler aber auch Eltern hätten verhindern können und müssen.
Erlebnisreiche Tage, viele neue Eindrücke, persönliche Erfahrungen, all das wird aber in Erinnerung bleiben.


Text: O.Misoph
Gestaltung : K.Seefeld